Mehr Vielfalt, mehr Beteiligung: Neues Demokratieprojekt im Sonnwendviertel
Von Juli bis Dezember 2026 setzen wir ein neues Demokratie-Kleinprojekt im Sonnwendviertel um. Im Mittelpunkt stehen diesmal Menschen, die bisher kaum an klassischen Beteiligungsformaten teilnehmen. Gründe dafür können fehlende Informationen, wenig Erfahrung mit politischen und institutionellen Prozessen, Sprach- oder Zeitbarrieren oder auch das Gefühl sein, mit der eigenen Stimme nicht gehört zu werden.
Besonders erreichen möchten wir sowie Bewohner, die bisher wenig Zugang zu Beteiligungsmöglichkeiten hatten, denen das Zusammenleben und die Entwicklung des Stadtteils aber wichtig sind.
Im Rahmen des Projekts setzen wir auf aufsuchende und möglichst mehrsprachige Kontaktaufnahme direkt im Viertel. Darüber hinaus führen wir Gespräche mit lokalen Multiplikator, Kulturvereinen, Jugend- und Sozialeinrichtungen sowie Bewohner, um unterschiedliche Perspektiven, Bedürfnisse und mögliche Zugangsbarrieren besser zu verstehen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist eine Veranstaltung zu „Vielfalt und Inklusion“ im Sonnwendviertel, gemeinsam mit dem Nachbarschaftsrat und lokal tätigen Organisationen und MultiplikatorInnen.
Auf Basis der gewonnenen Erfahrungen entwickeln wir außerdem eine Diversitäts- und Inklusionsstrategie für den Nachbarschaftsrat, die als Grundlage für seine weitere Arbeit dienen soll.
Das Projekt möchte Selbstwirksamkeit und Dialog fördern, zu einer konstruktiven Gesprächstkultur beitragen und das Verständnis für demokratische Prozesse stärken. Zugleich sollen Strukturen entstehen, die es dem Nachbarschaftsrat ermöglichen, diese Arbeit auch nach Projektende selbstorganisiert weiterzuführen.
Das Projekt wird vom Soziokratie Zentrum Österreich durchgeführt und von der Stadt Wien, MA 20 (“Kleinprojekte für Demokratie und Beteiligung 2026”) gefördert.



